Bundesrat Ueli Maurer eröffnet Vier-Quellen-Weg

05.08.2012

Gotthard Hospiz, 5. August 2012 - Auf dem Gotthardpass ist heute mit einem grossen Fest der Vier-Quellen-Weg eröffnet worden. Rund 1000 Personen nahmen an der offiziellen Eröffnungsfeier teil, bei der Bundesrat Ueli Maurer eine Festrede hielt.

Das grosse Zelt beim Gotthard Hospiz war voll besetzt als Moderator Roman Kilchsperger um 14 Uhr die Bühne betrat und das Festpublikum offiziell begrüsste. Die Eröffnungsfeier des Vier-Quellen-Wegs, der zu den Quellen der Flüsse Rhein, Reuss, Ticino und Rhone im Gotthardmassiv führt, konnte beginnen. Die drei Sängerinnen Nina Dimitri, Corin Curschellas und Eliane Amherd, die aus den Gotthardkantonen Tessin, Graubünden und Wallis stammen, sangen in Begleitung der Gruppe «Pflanzplätz» und umgeben von Trachtenleuten der entsprechenden Kantone je ein Volkslied aus ihrem Herkunftsgebiet. Die Jodlerin Yvonne Fuchs-Kälin aus dem Kanton Uri präsentierte einen Innerschweizer Naturjuz. Zwischen den einzelnen musikalischen Darbietungen gab es kurze Interviews und Festreden von prominenten Gästen. Bundesrat Ueli Maurer wandte sich in einer spontanen, herzlichen Ansprache an das Festpublikum in der er auch seine Freude über das gelungene Werk zum Ausdruck brachte und allen Beteiligten dankte.

Gotthard als Symbol des Einklangs zwischen Ursprung und Fortschritt

Alt Ständeratspräsident Hansheiri Inderkum, Präsident der Stiftung Vier-Quellen-Weg, stellte den Gotthard in den Mittelpunkt seiner Rede. Beim Gotthard zeige sich der Einklang zwischen Ursprung und Fortschritt. «Gotthard – das ist Ingenieurskunst für Strasse, Eisenbahn und Kraftwerke sowie internationaler alpiner Tourismus», sagte Inderkum. «Gotthard ist aber auch Sorge für den geografisch und topografisch sensiblen Alpenraum, wie dies etwa im Alpenschutzartikel unserer Bundesverfassung oder in der Alpenkonvention zum Ausdruck kommt.» Gotthard sei auch massvolle, aber klare Öffnung von aussen nach innen sowie von innen nach aussen. «Mit dem Vier-Quellen-Weg im Gotthardmassiv hat der Initiant Paul Dubacher ein grossartiges Werk geschaffen, ein Werk, das nicht nur die landschaftlichen Schönheiten des Gotthardraums erschliesst und Einblick in dessen kulturelle Vielfalt gewährt, sondern sich auch optimal in das soeben skizzierte Bild des Gotthards einfügt», sagte Inderkum. Ihm gebühre daher der erste und grösste Dank. Inderkum bedankte sich auch bei allen weiteren Personen, die zur Realisierung des Vier-Quellen-Wegs und des Wanderführers beigetragen haben, insbesondere den Patronatspartnern Axpo und alt Bundesrat Christoph Blocher sowie den Sponsoren und Gönnern.

Wasser als Lebenselexier und wichtige Energieressource

Heinz Karrer, CEO der Axpo, die zusammen mit der Stiftung Vier-Quellen-Weg das Eröffnungsfest organisiert hat, wurde von Moderator Kilchsperger gefragt, weshalb sich das Energieunternehmen Axpo für den Vier-Quellen-Weg engagiert. «Der Bergwanderweg ist nicht nur eine neue touristische Attraktion für die Schweiz, sondern soll für das Thema Wasser als wichtiges Lebenselixier und Ressource für die heimische Wasserkraft sensibilisieren. Dabei möchte Axpo die Stiftung unterstützen», sagte Karrer. Die Wasserkraft sei mit rund 56 Prozent der gesamten Stromproduktion in der Schweiz die tragende Säule der Schweizer Stromproduktion. «Rund zwei Drittel der Energie aus Wasserkraft stammen dabei aus den Gebirgskantonen Uri, Graubünden, Tessin und Wallis, durch welche auch die fünf Etappen des Vier-Quellen-Wegs führen», sagte Karrer.

Überdimensionale Schilder als Wegweiser zu den Quellen

Der eigentliche Eröffnungsakt bildete die Enthüllung von überdimensionalen, gelben Wanderwegschildern durch Silvia Blocher, Gotte des Wegs und Götti Heinz Karrer. Die Richtungsanzeiger werden künftig auf dem Gotthard Hospiz den Wandernden den Weg zu den vier Quellen weisen. Die Zeremonie wurde durch ein gemeinsames Lied der vier Sängerinnen abgeschlossen, begleitet mit modernen Schwyzerörgeli-Klängen der Gruppe «Pflanzplätz».

Vier-Quellen-Weg als Aufwertung für die Region San Gottardo

Josef Dittli, Landammann und Finanzdirektor des Kantons Uri dankte am Schluss der Feier allen im Namen der vier Standortkantone, die durch ihr Mitwirken die Realisierung des Vier-Quellen-Wegs überhaupt möglich machten. «Der Vier-Quellen-Weg wertet die Region San Gottardo auf und bringt einen nicht zu unterschätzenden volkswirtschaftlichen Nutzen», sagte Dittli. Die klassische Nord-Süd-Verkehrsachse sei nun durch eine neue Ost-West-Wanderachse zwischen Oberalp- und Furkapass ergänzt. «Möge dieser Weg den Wanderern viel Freude und Erholung bieten, in einer der geschichtsträchtigsten und schönsten Regionen der Schweiz.»

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Nach der Enthüllung des Wegweisers Vier-Quellen-Weg: v.l. alt Bundesrat Christoph Blocher (Patronatspartner), Bundesrat Ueli Maurer, Hansheiri Inderkum (Stiftungsratspräsident Vier-Quellen-Weg), Silvia Blocher (Gotte), Paul Dubacher (Initiant), Heinz Karrer (CEO Axpo, Patronatspartnerin).

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Nach der Enthüllung des Wegweisers Vier-Quellen-Weg: v.l. Bundesrat Ueli Maurer, alt Bundesrat Christoph Blocher (Patronatspartner), Silvia Blocher (Gotte), Paul Dubacher (Initiant), Heinz Karrer (CEO Axpo, Patronatspartnerin).

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Bundesrat Ueli Maurer und Paul Dubacher (Initiant) unterwegs auf dem Vier-Quellen-Weg beim Gotthardpass.

Auskünfte an Medienschaffende erteilen:

Medienstelle Stiftung Vier-Quellen-Weg               
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